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Die A 21 kommt voran
Informationen zum Planungsstand im Abschnitt Stolpe Klein Barkau
Mit dem für Anfang 2004 vorgesehenen Baubeginn im Abschnitt Negernbötel Bornhöved wächst die Autobahn A 21 ein weiteres Stück in Richtung Barkauer Land. Ebenfalls im Jahre 2004 soll im Süden der Region das für den dort geplanten Straßenbau erforderliche Plan-feststellungsverfahren anlaufen, damit 2005 im Abschnitt Stolpe/Klein Barkau mit dem Bau begonnen werden kann.
Vor diesem Hintergrund und wegen der sich weiter verfestigenden Planungen hat der Ar-beitskreis Siedlungsentwicklung des Bürgervereins Barkauer Land e. V. die Straßenbauver-waltung zu einem weiteren internen Informationsaustausch eingeladen.
Am 27.03.2003 trafen sich politische Vertreter aus den vom Ausbau betroffenen Regionsge-meinden und die Arbeitskreismitglieder mit den Vertretern des SBA im bis auf den letzten Platz besetzten Dorfgemeinschaftshaus in Honigsee. Auf der Tagesordnung standen wie vereinbart die Planungsstände in den Bauabschnitten Süd (Stolpe - Klein Barkau) und Nord (Klein Barkau - Kiel) sowie Informationen zum Planfeststellungsverfahren.
Da für den Nordabschnitt mittlerweile eine Voruntersuchung des SBA vorliegt, zu der die Region bis Ostern detailliert Stellung nehmen soll, konzentrierte sich der Austausch auf den aktuellen Planungsstand im Abschnitt Süd.
Zunächst stellte Herr Heel (SBA) die Grundzüge der Planung dar. Danach wird die B404 von Stolpe kommend bis nördlich Nettelsee durch 2 westlich angelagerte Fahrspuren zur A 21 ausgebaut. Nördlich von Nettelsee setzt sich die A 21 dann als Neubaustrecke östlich vom jetzigen B 404-Verlauf ab und führt so bis über Klein Barkau hinaus nach Norden. Da An-schlussstellen lediglich im Bereich Nettelsee/Depenau, auf Höhe Klein Barkau und in Kiel auf Höhe Wellseedamm vorgesehen sind, sollen die Ortsverbindungsverkehre und der nicht au-tobahntaugliche Verkehr zwischen Nettelsse und nördlich Klein Barkau auf der erhaltenen B 404 und ab Klein Barkau bis nach Kiel auf autobahnparallel trassierten neuen Nebenstrek-ken geführt werden.
Unklar ist nach Aussage von Herrn Heel noch die Situation im Problembereich Nettelsee. Hier wird zzt. geprüft, ob und ggf. wie die bislang verfolgte, aber ökologisch problematische Südumgehungen durch eine Nordumgehung mit einer zusätzlichen Anschlussstelle nahe Warnau ersetzt werden kann. Herr Heel führte aus, dass auch die Nordumgehung ökolo-gisch problematisch ist und favorisierte vor diesem Hintergrund eine im Zuge einer Übereck-Verbindung von L67 und L49 unmittelbar nördlich Nettelsee gelegene Anschlussstelle. Da eine ortsnahe nördliche Umfahrung der Ortslage aus Landesmitteln finanziert werden müss-te, entsprechende Mittel aber weder kurz- noch mittelfristig verfügbar seien, muss diese An-schlussstelle unmittelbar an die Ortsdurchfahrt angebunden werden.
Arbeitskreismitglieder und Nettelseer Gemeindevertreter machten deutlich, dass eine derar-tige Lösung nicht ernsthaft verfolgt werden kann. Auch in Zeiten knappen Geldes ist nicht zu vermitteln, dass die Nettelseer Ortsmitte als Folge des Autobahnausbaues statt der ange-strebten verkehrlichen Entlastung einen Ausbau als Autobahnzubringer erfährt.
Herr Heel betonte, dass in dieser Sache alle notwendigen Untersuchungen vorliegen und dass die Entscheidung nunmehr durch das Bundesverkehrsministerium getroffen wird.
Ein weiterer wichtiger Diskussionspunkt war der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV). Herr Sauer (SBA) erläuterte die geplante Streckenführung von Stolpe ausgehend. Danach benutzt die Hauptlinie 410 Kiel Bad Segeberg die Autobahn bis zur Anschlussstelle De-penau/Nettelsee und ab da die Südumgehung von Nettelsee bis zur westlichen Ortsgrenze. Nach Durchfahren der Ortslage Nettelsee schwenkt sie nach Norden auf die alte, als Orts-verbindungsstrecke erhaltene B 404 ein. Der weitere Streckenverlauf bis über Klein Barkau hinaus entspricht der heutigen Fahrstrecke.
Die regionalen Vertreter bemängelten die ausgesprochen umwegige und die Fahrzeit ver-längernde Streckenführung und stellten fest, dass in diesem Konzept die gesamte Ortslage Löptin nicht an den ÖPNV angebunden ist. Da auch die verkehrliche Anbindung der Ortslage Löptin aus Nettelseer Sicht völlig unzureichend gelöst ist, wurde für alle Beteiligten deutlich, dass in diesem Bereich nochmals grundsätzlich und zusammen mit den Gemeinden Nettel-see und Löptin über die Verkehrsführung nachgedacht werden muss.
Ebennfalls nur mangelhaft gelöst ist aus Nettelseer Sicht der Lärmschutz beiderseits der A 21 im Bereich der Ortslage. Hier soll die Straßenbauverwaltung trotz der problematischen Grundwasserverhältnisse prüfen, ob und wie weit und mit welchem technischen Aufwand die A 21-Trasse abgesenkt werden kann, damit die dann immer noch erforderlichen Lärm-schutzwände und eine unverzichtbare direkte fußgänger- und radfahrertaugliche A 21-Querung besser in das Ortsbild integriert werden können.
Auf Höhe Kirchbarkau wünscht sich die Gemeinde vor dem Hintergrund baulicher Erweite-rungsmöglichkeiten im Bereich Krähenberg eine Verlängerung des geplanten Lärmschutz-walles nach Süden und eine schlankere hier leicht nach Osten verschobene Trassenführung.
Im Bereich der Anschlussstelle Klein Barkau wurden die bereits mehrfach erörterten Proble-me nochmals diskutiert. Die dort von der Region und der Gemeinde gewünschten platzspa-renden holländischen Rampen sind aus der Sicht der Straßenbauverwaltung nicht möglich, weil im Autobahnverlauf einheitlich gestaltete Abfahrtssituationen angestrebt werden. Eine Verbesserung des Lärmschutzes und geringere Beeinträchtigungen des Landschaftsbildes sind nach Auffassung des SBA bereits durch die nunmehr um 2 3 m abgesenkt verlaufen-de A 21-Trasse gegeben. Um weitere flächenschonende Effekte zu erreichen, soll in einem Ortstermin geprüft werden, ob und ggf. wie weit die Straßenachse der A 21 nach Westen verschoben werden kann.
Zum Abschluss der Veranstaltung bedankten sich die Arbeitskreismitglieder und die Ge-meinden des Barkauer Landes bei den Vertretern des Straßenbauamtes Rendsburg für die gezeigte Diskussionsbereitschaft und machten noch einmal deutlich, dass die gute Zusam-menarbeit in der Vergangenheit zu regional verträglichen und von der Region getragenen Lösungen geführt hat. Sie gaben darüber hinaus der Hoffnung Ausdruck, dass es nach die-sem Gespräch nicht nur beim Informationsaustausch bleibt, sondern auch Annäherung in den strittigen Fragen erreicht wird.
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